22nd Mai2018

Viele viele Züge im Kyoto Railway Museum

by Marcel

Wie ich bereits schon geschrieben habe, sind die Japaner (zu recht) sehr stolz auf Ihr zuverlässiges Schienensystem. Grund also, sich einmal das Railway Museum in Kyoto genauer anzusehen. Angfangen hat alles in Japan mit Know-How aus Deutschland und England im 19. Jahrhundert.
Mit einem dieser alten Dampfloks konnte man sogar eine Rundtour machen:

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Im Jahr 1964, pünktlich zu den Olympischen Spielen in Tokyo begann dann in Japan die Shinkansen Ära. Der erste Prototyp und der erste Serienzug sahen aus heutiger sicht recht abenteuerlich aus, waren in den 60ern aber vermutlich das futuristischste Schienengefährt das es gab. Mehr als 210 Km/h waren damals noch nicht drinn. Dennoch war es der bis Dato schnellste Zug der Welt.

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In dem Museum wurde die Geschichte der Bahn sehr hautnah zum Leben erweckt. Auch weil man einige der alten Züge und nachgebauten Bahnstationen betreten konnte. Sogar ein Wagon für den Kaiser gab es. Mit noblem Kirschholz, Schlafgemach und Küche.

Bis 1987 dominierte die JNR (Japanese National Railway) den jap. Bahnverkehr. Daneben gab es aber schon seite den 1900er Jahren privatisierte Bahnen wie Hankyu Railways. Ab 1987 wurde die JNR in mehrere Teilunternehmen zerschlagen: JR West (Betreibt das Bahnnetz in der Kansai Region, also auch in Osaka, JR Central (Honshu), JR Kyushu und JR East. Allen gemeinsam ist die extreme Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit.

Jede JR Company hat Ihre eigenen Shinkansens. JR West ganzer Stolz war der Shinkansen 500, über 300 km/h schnell.

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Auch zum Thema Sicherheit gab es eine Ausstellung: So gibt es ein Automatisches Abstandssystem auf allen Strecken, welches dafür sorgt, das eine Zugkollision praktisch unmöglich ist. So ein System fehlt in Deutschland leider, wie leider viele andere Sicherheitsfeatures die in jap. Bahnverkehr seit Jahrzehnten Standard sind.

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