03rd Sep2015

Shinkanzen – Ein Traum auf Schienen

by Marcel

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Wie läuft eine ganz normale Bahnfahrt mit dem Sanyo Shinkanzen von Shin-Osaka nach Hiroshima ab?

1. Man verlässt die U-Bahn oder Localbahn-Station und begibt sich mit seinem Railpass zum Schalter. Hier sitzen (anders als in Deutschland) kompetente, geschulte Mitarbeiter die einem innerhalb von 30 Sekunden 2 Nichtraucherplätze für den nächsten Zug raussuchen können. Mit den Karten in der Hand geht es durch die Shinkansen-Ticketschleuse. Dank unserer Pässe werden wir einfach durchgewunken. Es gibt in Japan im wesentlichen 4 verschiedene Shinkansen Bullet-Trains:   Kodama: Hält fast überall, Sakura: Hällt nur an den großen Bahnhöfen, und dann noch Nozomi und Mizuho, die nur in den Metropolen halten. Wir nehmen meiste Nozomi oder Mizuho. Für die Strecke Shin-Osaka – Hiroshima (ca. 350km) benötigt der Nozomi 79 Minuten. Das wäre Lübeck – Berlin in 1Std. 19Min!!!.

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2. Am Bahnsteig begibt man sich zu der jew. Markierung mit der Wagennummer.

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Ein panisches herumirren nach Zugeinfahrt, wo nun der richtige Wagon ist, entfällt somit gänzlich. Man reiht sich einfach brav an der richtigen Nummer am Bahnsteig in einer diagonalen Schlange ein und ist gleich am richtigen Platz. So wie es uns Thomas-san auf dem Foto unten demonstriert. Klingt extrem simpel. Stellt sich die Frage, warum ist die Deutsche Bahn zu Blöd dazu? 😀

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Nach dem Einstieg und der Abfahrt genießt man bei extrem großer Beinfreiheit,

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..,verstellbaren Sesseln und Boardservice die Beschleunigung des 22.000 PS Starken Nozomi N700.
Sogar Gepäck kann man hier vernünftig verstauen liebe DB 😉

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Der Zug rast auf der Strecke durchgehend mit Geschwindigkeiten zwischen 290 und 300 Km/h, wobei ein großer Teil unterirdisch durch dutzende Tunnel führt. Das Ganze fühlt sich mehr wie Fliegen als wie Zugfahren an. Vor allem während der Beschleunigungs und Bremsphasen.
Osaka – Fukuoka (über 630km) lassen sich so locker in 2Std. 30Min bewältigen!!!

Unheimlich ist, dass der Shinkansen sein Tempo bei Bahnhofsdurchfahrten NICHT (!) drosselt. Er bläst mit 300 Sachen einfach durch den Bahnhof, so das, wenn man direkt am Gleis steht, jedesmal einen Mordsschreck bekommt und sich vor Angst fast in die Hosen macht. Der Shinkansen hat eben halt überall Vorfahrt hihi!

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Ingesamt schön wie extrem schnell und komfortabel man hier reisen kann. Es macht einem auch mal wieder klar in welch desolatem Zustand sich die DB und das Deutsche Bahn Netz im direkten Vergleich mit der jap. JR befindet.

One Response to “Shinkanzen – Ein Traum auf Schienen”

  • Sylvia Walter

    Oh, mit dem Zug möchte ich auch gerne mal fahren. Da ich öfter mal mit der DB fahre (bei über 30 Grad ohne Klimaanlage), würde ich diese Fahrt sicher sehr genießen.

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