30th Aug2015

Kobe

by Marcel

Wer den Namen der Stadt Kobe hört, denkt sofort an das berühmte Kobe-Beef, welches als bestes Rindfleisch der Welt gilt. Und vielleicht noch an das schreckliche Erdbeben 1995, welches einen Großteil der Stadt verwüstet hat.

Unser Einstieg in Kobe begann jedoch mit einem spontanen Besuch des Minatogawa Schreins:

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Der Schrein in seiner vollen Pracht. Die Japaner verweilen dort nie lange. Sie kommen mit Kind und Kegel
oder auch nach der Arbeit hierher. Verbeugen sich, beten zu den Göttern, klatschen in die Hände und eilen wieder von dannen:

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Natürlich hatten wir dann auch schon wieder Hunger. Da wir in Kobe waren, war schnell klar, was auf dem Speiseplan für heute stand:
Nach kurzer Suche haben wir auch direkt ein passendes Restaurant gefunden: Kobe-Steak der Güteklasse 5 (höchste Klasse), 120gr nur 40 EUR, da konnten wir nicht ein sagen.

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Um es kurz zu machen: Ja das Fleisch ist das Beste, was ich je in meinem Leben verzehrt habe. Und ja, ich hätte für diesen Gaumenschmaus auch das Doppelte bezahlt.

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Zum Erdbebenmuseum haben wir es heute leider nicht geschafft. Dafür aber zum Herb Garden, einem großen Park voller Gewächse der sich entlang eines riesigen Berghanges erstreckt.

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Da zu Fuß latschen definitiv zu anstrengend wäre, haben wir die Seilbahn genommen. Der Ausblick über die Stadt war grandios. Wusstet ihr, das Kobe bis vor wenigen Jahren der bedeutenste Seehafen Japans war?

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Nich zu vergessen der Ninobiki no taki Wasserfall:

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Und der große Staudamm Gohonmatsu Entei, der erste in Japan seiner Art:

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An der ersten Zwischenstation ging dann plötzlich die Tür der Gondel auf und eine Frau reichte uns einen 50YEN Eisekuremurdisukauntokupon (Eiscreme-Discount-Coupon) und schloss die Gondel wieder. Da waren wir also, 2 Deutsche, eingesperrt in einer kleinen Gondel, hoch über den Bergen Kobes mit einem Eiskcremegutschein.

Oben angekommen waren wir überrascht: Das kleine idylische Plateau war in der Optik sehr an die europ. Alpen orientiert. Dafür gab es einen Shop mit Honig aus aller Welt und grünem Tee. Begleitet von dem ohrenbetäubenden Gezwitscher der Zirkaden, die einen stehts daran erinnern das man sich in Japan befindet.
Am Eisstand die Ernüchterung: Der Coupon gilt nur in den unteren Talstationen. Wir müssen für unser Eis also noch ein bischen laufen.

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Der Park voller Blumen am Steilhang wirde ergänzt durch ein Gewürzmuseum, ein Studio indem man sein eigenes Perfum mixen konnte und einem tropischen Gewächshaus, in dem Bananenbäume blühten.

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Auf halben Wege gabs dann auch endlich unser Eis. Und was für eins: Lilanes Lavendeleis. Und soll ich euch was sagen: Es hat richtig gut geschmeckt!

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One Response to “Kobe”

  • Sylvia Walter

    Also, Thomas in einer Seilbahn, ist sicher witzig. Wo er doch so Höhenangst hat. Aber, der tolle Ausblick entschädigt ja.

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