11th Sep2015

Arrigato Mina-san!

by Marcel

Danke an alle neuen Freunde die unseren Urlaub erst rechtig unterhaltsam gemacht haben
Und natürlich Misako und Risa. Wir treffen uns bestimmt eines Tages wieder!

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11th Sep2015

Arashiyama – Ein würdiger Abschied von Japan

by Marcel

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An unserem letzten Tag gab es dann wieder strahlende Sonne über Kansai. Also fuhren wir nochmal nach Arashiyama um uns den Bambushain (diesmal bei Tag) und den dort liegenden Garten eines berühmten jap. Künstlers anzusehen.

Zunächst geht es über die große Brücke, die das Dorf in zwei Hälften teilt:

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Aufgrund des guten Wetters war der Wanderweg durch den Bambushain etwas überlaufen. Gut wenn man einen Kopf größer als die meisten chinesischen Touristen ist.

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In dem Garten ging es dann etwas ruhiger zu. Wir waren fast die einzigen hier. Dabei war der Ausblick unbeschreiblich schön.

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Der Garten ist sehr durchdacht. Man beachte die nahezu perfekte Mooßfläche und die Schatten der verschiedenen Pflanzen darin.

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Außerdem war es hier angenehm schattig.

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Einzelne kleine Hütten und eine fantastische Aussicht auf die Berge gabs gratis dazu.

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Auf unserem Rückweg gab es noch einen echten Macha-Tee in einem kleinen Teehaus, welches sich direkt im Park befand. Auch als nicht-Teetrinker muss ich sagen: seehr angenehm!

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Insgesamt ging die Zeit lieder viel zu schnell rum. Dennoch kann man sagen das wir enorm viel gesehen haben. Von dem pulsierenden Osaka, über Kyto, Hiroshima, Kobe, Miyajima, Koyasan bis runter nach Fukuoka gab es unglaublich viel zu sehen.

Zuhause geht die Arbeit weiter. Auch der Urlaub will wohl aufbereitet werden (natürlich habe ich wieder reichlich gefilmt und werde einen tollen Urlaubsfilm, exklusiv für Thomas und Mich zusammenstellen). Marian, dir werden wir auch eine Kopie zukommen lassen. Ich kann mir vorstellen, so ein Krankenhausaufenthalt ist furchtbar langweilig. Und wenn man schon selbst nicht mitkonnte, so bringt dir das sicher sehr sehr lustige Urlaubsvideo vielleicht ein bischen Unterhaltung und Vorfreude auf deinen nächsten Japantrip.

In diesem Sinne Leute, bis bald in good old Germany! Sayonara Nippon!

10th Sep2015

Koya-san und der Taifun

by Marcel

Unser Urlaub neigt sich leider dem Ende zu. Nach einem weiteren tollen Abend in der Space Station, der Gamer-Bar unseres Vertrauens mit unserer reizenden britischen Kellnerin und Chiptune-Künstlerin Kiwa, ging es am nächsten Morgen leicht verkatert nach Koya-san. Einer Gebirgsregion im Südosten Kansais.

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Die Fahrt dorthin war nicht leicht. Wir mussten mehrmals die Bahn wechseln um schließlich über einen schmalen Gebirgspass das Cable-Car zu erreichen, welches uns auf das Bergplateau in Knapp 850m Höhe brachte.

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Oben war es mit 19 Grad recht kalt und vor allem Nass. Ein schwerer Taifun hat tags zuvor Japans Küste getroffen und vor allem im Osten (Raum Tokyo) schwere Überschwemmungen und Zerstörungen angerichtet, von denen wir, abgesehen von sehr heftigen Regenfällen hier im Westen relativ wenig abbekommen haben.

Im Bus haben wir ein Mädel aus Berlin kennengelernt. Sie ist eine Weltenbummlerin. War schon in Afrika und Russland und nun…sagen wir etwas durchgedreht. :-) Nach ein paar Irrwegen durchs Tal trennten sich auch unsere Wege schon wieder und Thomas und ich erkundeten bei Sonnenuntergang den berühmten Friedhof und deren Tempelanlagen in den dichten Wäldern des Berges.

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Man kann sich kaum vorstellen wie alt, und hoch die Bäume hier sind. Ich habe sowas jedenfalls noch nicht gesehen.

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Viele Gräber tragen Plaketten von Nissan und anderen Firmen. Offenbar liegen hier Menschen, die sich in Ihrer Firma verdient gemacht haben. 😉 Hier kümmert sich der Arbeitgeber um seine Schützlinge bis über den Tot hinaus.

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Bei Dämmerung haben wir noch eine mit vielen Laternen beleuchteten Tempel erreicht.

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Insgesamt versprühen Japans Wälder ein seltsames, märchenhaftes Flair aus alten Sagen und Geschichten. Einfach nur fantastisch.

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Das Gute: Durch das Wechselhafte Wetter war der Ort fast Menschenleer.

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Auf dem Rückweg gingen langsam die Laternen an:

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Ein Magischer Ort:

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07th Sep2015

Kaiserliche Residenz

by Marcel

Kyoto war für lange Zeit Hauptstadt Japans, bevor der Regierungssitz nach Tokyo verlegt wurde. Daher hatte natürlich auch der Tenno (der jap. Kaiser) seine Residenz in der Stadt.

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Natürlich kann man dort nicht einfach so hineinspatzieren. Zuerst muss man im Kaiserlichen Hofamt einen Passierschein beantragen.

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Es scheint ein weltweites Phänomen zu sein, dass Ämter eher wenig kundenorientierte Sprechzeiten haben. Das Hofamt hat grundsätzlich Sa + So zu (obwohl an diesem Tag besagte Führungen durchgeführt werden). Werktags hat man erst spät auf, macht danach gleich 2 Stunden Mittagspause um dann noch früher Feierabend zu machen. Wie dem auch sei, wir haben unseren Stempel und die Papiere schnell erhalten und konnten uns zum Sammelpunkt begeben.

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Vorher gab es aber noch ein Stop bei MOS-Burger. Eine Burgerkette, die Burger ausschließlich auf Bestellung zubereitet. Dabei wird keine Fertigware verwendet. Das Gemüse wird frisch aufgeschnitten, das Fleisch frisch gebraten. Das dauert zwar, hat aber im Vergleich zu Burger King, McDonalds und co. extreme Auswirkungen auf den Geschmack!

Gut gestärkt ging es durch das große Tor in das Gelände der kaiserlichen Residenz.

Die Anlage war gegliedert in einen offiziellen Bereich für Zeremonien und Empfänge, einem Privatbereich des Tenno und einen Bereich für dessen Bedienstete.

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Vor allem die Dächer der Gebäude und Toren sind sehr aufwendig aus meheren Lagen Rinde gefertigt. Sie müssen alle 30 Jahre erneuert werden. Dies dauert in der Regel 25 Jahre, so dass eigentlich permanent gebaut wird.

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Der Hofgarten zeigt wie schön jap. Gartenkunst sein kann.

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Die Warteräume der Gäste waren nach sozialem Status separiert. Jeder Raum ist mit aufwendiger Malerei verziert.

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Am Abend setzte der Rege ein, dennoch sind wir mit dem Local Train nach Arashiyama gefahren, einem kleinen Dorf umgeben von Bergen vor den Toren Kyotos.

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Leider war der Bambushain nachts nicht beleuchtet, so irrten wir im Dustern durch den dichten Bambuswald. Bis wir auf 2 relativ verlorene amerikanische Touristen namens Andrew und Jeremy stießen, die ebenfalls nach dem Bambushain gesucht hatten.
Wir beschlossen gemeinsam zurück zur Bahnstation zu gehen und landeten schließlich in einer kleinen Okonmiyaki Bude in Namba, Osaka. Danach ging es natürlich wieder in die Space Station. 😀 Irgendwie lustig das man in Osaka nicht so leicht neue Leute kennen lernt, wenn man Abends bei Regen durch dunkle Bamubswälder irrt, gleich so nette Leute kennenlernt.

05th Sep2015

Japanische Küche – Spezial

by Marcel

Zur Abwechslung gibt es heute mal einen kleinen Streifzug durch die japanische Küche, bzw. was bisher bei uns so auf dem Speiseplan stand.

1. Sushi

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Sushi gibt es hier sowohl in Form klassischer Restaurants, als auch als Drehsushi-Imbiss, bei dem man sich entweder das gewünschte Sushi vom Laufband nimmt, oder den Sushimeister das gewünschte Sushi zuruft, das er dann für einen zubereitet. Dabei muss man immer brav die Tellerchen stapeln. Denn hinterher abrechnet wieviele Teller man leergefuttert hat. Leider spielt dabei auch die Farbe der Teller eine Rolle, denn die Farbe spiegelt die unterschiedlichen Preise pro Portion wieder. Dabei ist Lachs zb. Teurer als billiges Surimi. Wer von dem vielen vorbeifahrenden Köstlichkeiten soviel gesabbert hat, dass er Durst bekommt, kann an einem Zapfhahn am Platz mit heißem Wasser grünen Tee aufkochen.

2. Okonomiyaki

Dieses Gericht ist in Kansai, speziell Osaka sehr beliebt. Es gibt jedoch regionale Abwandlungen des Gerichtes. Mir persönlich gefällt die Variante, die man in Hiroshima isst am besten. Diese besteht aus einem Boden aus Sobanudeln, der mit einem Omlett belegt ist und mit Fleisch oder Fisch gespickt ist. Natürlich fein eingepinselt in der Okonomiyakisauce.

Okonimiyaki wird mit einem kleinen Spachtel zerteilt, so dass man schön viele Häppchen zum „spachteln“ hat. 😀

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3. Kobe-Beef

Das Beste Rindersteak der Welt kommt von glücklichen Kühen aus Kobe. 120gr kosten gerne mal zw. 40 und 160 EUR. Das Fleisch ist so hauchzart und köstlich in Aroma und Geschmack, das man am liebsten ein ganzes Rind verdrücken möchte.

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4. Katsudon

Schweinekotlett auf Reis mit Ei und Zwiebeln. Dieses beliebte Gericht macht nicht nur ordentlich satt, sondern soll auch noch Kraft und Glück bringen. Die Pannade nennt man Panko und ist nicht mit der in Deutschland üblichen Panade vergleichbar.

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5. Goyza

Eine Art japanische Maultaschen, die mit Fleisch und Gemüse gefüllt sind. Man verbrennt sich gerne den Mund daran, weil sie heiß aus der Pfanne kommen. Sind aber ein wirklicher Gaumenschmaus. Nicht nur als Vorspeise. Wir machen sie auch gerne selber mal zu hause auch wenn es viel Arbeit macht.

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6. Omuraisu

Im Prinzip ein Omlett, gefüllt mit frittiertem Reis und einer von zig verschiedenen Soßen und Beilagen. Ich hatte Tomatensahnesoße mit Meeresfrüchten. Klingt im ersten Moment sonderbar, ist aber superlecker!

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04th Sep2015

Miyajima – Japan ist so schön!

by Marcel

Mitte der Woche ging es nach Miyajima. Die Insel liegt rund 5 Minuten per Fähre vor der Küste Hiroshimas und bietet neben einer einmalig traumhaften subtropischen Bergkulisse das berühmte Tori, welches die meisten vermutlich nur von Reiseführer-Titelcovern her kennen.
Gut das wir hingefahren sind um zu gucken obs das wirklich gibt 😉

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Am Hafen gab es eine große Tempelanlage, die direkt ins Meer gebaut war. Fleißuge Diener mit kleinen Lappen sorgten dafür, das kein Spinnennetz ihr Weltkulturerbe vermutzte. Ordnung muss in Japan schließlich sein.

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Nun ging es die Berge hinauf. Natürlich bequem mit der Seilbahn. Bis dahin war es ein weiter weg bergauf. Doch dieser wurde mit fantastischer Natur belohnt:

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Das das Ganze später noch echt zur schweißtreibenden Tortur werden würde, konnten wir ja noch nicht ahnen 😉

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Oben angekommen bot sich uns ein fantastischer Ausblick über die Insel und deren Nachbarinseln

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Die Insel selbst war mit vielen Schluchten und Bergen übersäht. Der Höchste Punkt Mt. Misen (535m) war unser nächstes Ziel.

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Die Besteigung des Mt. Misen führte über einen gut 2KM langen geschlängelten Pfad steil Bergauf nach oben. Laut einem Hinweisschild, was grafisch recht anschaulich demonstriert war, ging es erst 10 Min gemütlich bergab, und dann 20 Minuten schweißtreibend und nach Luft schnappend bergauf. Das Plakat sollte recht behalten. Nur dass Thomas den Berg nicht in 30 Minuten, sondern in 15 Minuten erklimmen wollte. Bei 30 Grad Hitze kein angenehmes Unterfangen. Dafür wurden wir am Gipfel mit einer fantastischen Aussicht belohnt.

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Nach dem Abstieg gint es nochmal zum Tori. Die Ebbe hatte eingesetzt und die Sonne ging langsam unter. Natürlich strömten alle hinunter um Fotos zu machen.

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So endete ein schweißtreibender, doch atemberaubend toller Tag auf einer wirklich wundervollen Insel.

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04th Sep2015

Hiroshima

by Marcel

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Hiroshima, gut 350km westlich von Osaka gelegen war eins unserer Highlights. Der Shinkansen hat uns in 79 Minuten dorthin „geballert“ 😀
Zuallererst stand der berühmte Friedenspark von Hiroshima sowie die berühmte Ruine mit der Kuppel, die sich noch im Urzustand nach dem Bombenabwurf 1945 befand. Dank vieler Spenden aus dem In- und Ausland wird der Ort liebevoll gepflegt. Auch einige Überlebende konnten wir an diessem Tag vor dem Ruine treffen, die dort Ihre Geschichte erzählen.

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Beeindruckt von diesem denkwürdigem Ort, ging es weiter in den eigentlichen Friedenspark. Hier gibt es eine Gedenkstätte für alle Kinder, die durch den Atombombenabwurf ums Leben kamen. Menschen aus Aller Welt können hier die berühmten Papierkräne (aufgereit an langen Schnüren) spenden.

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Diese werden dann fotografiert und in die Schaukästen am Denkmal gehängt. Thomas hat sich spontan dazwischengemogelt und den Gemeindevertretern seinen orangefarbenen Kranich überreicht, der nun einen Ehrenplatz in der Gedenkstätte fand.

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Weiter gint es vorbei an der ewigen Flamme, die erst erlöscht, wenn die Welt frei von Kernwaffen ist.

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Auch an diesem Tag fanden sich zahlreiche Schulklassen ein. Legten Kränze nieder und beteten für die Verstorbenen. Auch einzelne Personen konnte man in Gedanken versunken vor den vielen Denkmälern antreffen. Der Schmerz, der der Angriff auf die Stadt bei den Menschen hinterlassen hat, sitzt immer noch sehr sehr tief. Obwohl Japan starker Befürworter der Kernenergie ist (mangels Alternativer Rohstoffe im Land), so sehr verfechtet das Land die Idee einer Atomwaffenfreien Welt.

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Das Museum war vermutlich der emotinalste Museumsbesuch, den ich bislang erleben durfte. Man hat sehr viel Wert darauf gelegt, die ganz persönlichen Schicksale vieler Überlebender und Opfer zu Wort kommen zu lassen. Da war die Lunchbox eines Schulkindes mit zu Asche verbranntem Reis darin, welches er bis zum Schluss umklammert hielt. Da waren Sandalen, in dessen Holzsohlen die Fußumrisse eingebrannt waren, weil die Menschen einfach verdampft sind.

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Es ist vermutlich für uns unvorstellbar, was hier wirklich passiert ist. Doch das Museum bemüht sich, das man wenigstens eine Ahnung davon bekommen kann, wie schlimm es gewesen sein muss. Bei der Explosion herschten über 4000 Grad. Selbst schwere Stahlträger schmolzen oder wurden bis zur Unkenntlichkeit verbogen und verformt wie Spielzeug.

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Das Museum ist nichts für schwache Gemüter. Aber es ist ein wichtiges Mahnmal für unsere und kommende Generationen, dass sich so etwas niemals wiederholen darf.

Nach dem Besuch haben wir uns noch die Stadt angeschaut und zu Abend gegessen. Diesmal ganz bescheiden in einem kleinen Okonomiyaki-Restaurant.

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04th Sep2015

Science Museum Osaka

by Marcel

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Das Science Museum in Osaka ähnelte sehr dem CosmoCaixa Museum in Barcelona, dass ich und meine Liebste letztes Jahr besucht hatten. Über mehrere Ebenen konnte man allerhand physikalische Phänomene direkt selbst erzeugen bzw. ausprobieren.

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Abgerundet wurde das Ganze durch eine kurze Wissenschaftsshow, in die wir, eher unfreiwillig von der netten Museumsmitarbeiterin hineingezerrt wurden. Die Vorführung war natürlich nur auf Japanisch und wurde von einem dennoch sehr unterhaltsamen Wissenschaflter-sensei vor einer Gruppe begeisterter Schulkinder und uns beiden vorgeführt.

Beim Drehrad für die Stromerzeugung hat es Thomas auf 6 leuchtende Lampen gebracht. Die doch eher zierlich gebauten Japaner waren sichtlich begeistert 😉

Am Ausgang gab es noch einen Roboter, der ohne Unterbrechung Rubik-Würfel innerhalb weniger Sekunden lösen konnte. Wenn Roboter eines Tages die Weltherrschaft an sich reißen werden, dann beginnt das Ganze ganz sicher hier in Osaka. Der Welthauptstadt der Robotik.

Dann gabs endlich Abendessen :-)

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03rd Sep2015

Shinkanzen – Ein Traum auf Schienen

by Marcel

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Wie läuft eine ganz normale Bahnfahrt mit dem Sanyo Shinkanzen von Shin-Osaka nach Hiroshima ab?

1. Man verlässt die U-Bahn oder Localbahn-Station und begibt sich mit seinem Railpass zum Schalter. Hier sitzen (anders als in Deutschland) kompetente, geschulte Mitarbeiter die einem innerhalb von 30 Sekunden 2 Nichtraucherplätze für den nächsten Zug raussuchen können. Mit den Karten in der Hand geht es durch die Shinkansen-Ticketschleuse. Dank unserer Pässe werden wir einfach durchgewunken. Es gibt in Japan im wesentlichen 4 verschiedene Shinkansen Bullet-Trains:   Kodama: Hält fast überall, Sakura: Hällt nur an den großen Bahnhöfen, und dann noch Nozomi und Mizuho, die nur in den Metropolen halten. Wir nehmen meiste Nozomi oder Mizuho. Für die Strecke Shin-Osaka – Hiroshima (ca. 350km) benötigt der Nozomi 79 Minuten. Das wäre Lübeck – Berlin in 1Std. 19Min!!!.

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2. Am Bahnsteig begibt man sich zu der jew. Markierung mit der Wagennummer.

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Ein panisches herumirren nach Zugeinfahrt, wo nun der richtige Wagon ist, entfällt somit gänzlich. Man reiht sich einfach brav an der richtigen Nummer am Bahnsteig in einer diagonalen Schlange ein und ist gleich am richtigen Platz. So wie es uns Thomas-san auf dem Foto unten demonstriert. Klingt extrem simpel. Stellt sich die Frage, warum ist die Deutsche Bahn zu Blöd dazu? 😀

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Nach dem Einstieg und der Abfahrt genießt man bei extrem großer Beinfreiheit,

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..,verstellbaren Sesseln und Boardservice die Beschleunigung des 22.000 PS Starken Nozomi N700.
Sogar Gepäck kann man hier vernünftig verstauen liebe DB 😉

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Der Zug rast auf der Strecke durchgehend mit Geschwindigkeiten zwischen 290 und 300 Km/h, wobei ein großer Teil unterirdisch durch dutzende Tunnel führt. Das Ganze fühlt sich mehr wie Fliegen als wie Zugfahren an. Vor allem während der Beschleunigungs und Bremsphasen.
Osaka – Fukuoka (über 630km) lassen sich so locker in 2Std. 30Min bewältigen!!!

Unheimlich ist, dass der Shinkansen sein Tempo bei Bahnhofsdurchfahrten NICHT (!) drosselt. Er bläst mit 300 Sachen einfach durch den Bahnhof, so das, wenn man direkt am Gleis steht, jedesmal einen Mordsschreck bekommt und sich vor Angst fast in die Hosen macht. Der Shinkansen hat eben halt überall Vorfahrt hihi!

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Ingesamt schön wie extrem schnell und komfortabel man hier reisen kann. Es macht einem auch mal wieder klar in welch desolatem Zustand sich die DB und das Deutsche Bahn Netz im direkten Vergleich mit der jap. JR befindet.

03rd Sep2015

Nara und die wilden Rehe

by Marcel

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Unsere Reise nach Nara war eine weitere Pflichtstation (insgesamt 4 UNESCO Weltkultureben in 4 Tagen, guter Schnitt oder?). Nara ist im Wesentlichen eine sehr große Parkanlage mit vielen Schreinen, Tempeln und Pagoden, sowie mehrerer Tausend frei herumlaufender Rehe. Natürlich sind auch ein paar Japanerinnen in passender Tracht unterwegs 😀

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Die Tiere haben uns ganz schön auf Trab gehalten. Das erste ließ sich zwar vom Thomas genüsslich streicheln, begann dann jedoch auf seinem T-Shirt herumzukauen. Das zweite schlich sich heimlich an mich heran, während wir an einem Unterstand den kurzen Regenschauer abwarteten und ich es gewagt hatte, meine Muffins aus der Tasche zu holen. Irgendetwas zog ständig an meinem Rucksack. Erst als ich mich umdrehte merkte ich, das das nicht Thomas, sondern ein Reh war, was sich mit der Schnauze an meinem Reißverschluss zu schaffen machte. Verscheuchen half nichts. Ich aß brav mein Törtchen und das Reh wurde böse. Also musste ich mein Törtchen Teilen und wir ergriffen klammheimlich die Flucht.

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Reh beim Shopping. Das Maskottchen von Nara ist, natürlich, ein oranges Reh.

Da die Klimanalage in den Geschäften so schön warm war, fungierten die Rehe hier auch gern als Türsteher:

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Der Park hat aber natürlich noch viel mehr tolle Aussichten zu bieten:

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Das Highlight des Parks war der größte, in einem Gebäude erichtete Buddha der Welt:

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Wer sich durch dieses Loch zwängen konnte, kam der Erleuchtung ein Stück näher. Thomas hats geschafft,
ich brauche wohl noch ein paar Runden auf dem Crosstrainer bis das hinhaut 😀

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Wer an diesem Tag Kimono trägt, war vor Paparazzi nicht sicher:

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